Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Vita von Viktoria Ovsepian

Vom Sichtbaren zum Möglichen

Werdegang und künstlerische Entwicklung von Viktoria Ovsepian

Viktoria Ovsepian gehört zu einer Generation von Künstlerinnen, deren Arbeiten sich gleichermaßen aus malerischer Praxis, konzeptueller Reflexion und einer offenen Auseinandersetzung mit den Bedingungen von Wahrnehmung entwickeln. Geboren in Tbilisi, Georgien, absolvierte sie zunächst ein Studium der Bildenden Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste ihrer Heimatstadt, bevor sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Klasse von Monika Brandmeier fortsetzte. Die Verbindung dieser beiden Ausbildungsorte – einerseits die kulturelle Prägung des Südkaukasus, andererseits die konzeptuell orientierte deutsche Kunsthochschultradition – bildet einen wesentlichen Hintergrund ihrer künstlerischen Entwicklung. 

Wichtige Impulse erhielt sie durch internationale Austausch- und Forschungsprogramme. Dazu zählen ein Residenzstudium an der Magyar Képzőművészeti Egyetem in Budapest, die Teilnahme am europäischen Forschungsprogramm EU4ART sowie weitere institutionelle Förderungen und Auszeichnungen. Diese Erfahrungen stärkten nicht nur ihre internationale Vernetzung, sondern förderten zugleich eine Arbeitsweise, die sich festen stilistischen Kategorien bewusst entzieht und stattdessen auf kontinuierliche Weiterentwicklung setzt. 

Bereits früh entwickelte sich dabei eine Haltung, die künstlerische Arbeit nicht als Illustration vorgefasster Ideen versteht, sondern als offenen Denk- und Erkenntnisprozess. Anstelle festgelegter Programme steht die Bereitschaft, Bildfindungen zuzulassen, die sich erst während ihrer Entstehung offenbaren und oftmals über die ursprüngliche Intention hinausweisen.



Zwischen Intuition und Bildwerdung 

Arbeitsweise und malerische Methodik 


Im Zentrum von Ovsepians Praxis steht ein Verständnis von Malerei als dynamischer Prozess. Viele Arbeiten beginnen mit einer konkreten Vorstellung, einer Beobachtung oder einer motivischen Setzung. Während des Malens entwickeln die Bilder jedoch häufig eine eigene innere Logik, die neue Richtungen eröffnet und ursprüngliche Planungen verändert. Diese Offenheit gegenüber dem Unvorhergesehenen ist ein grundlegendes Merkmal ihrer Arbeitsweise.
 Dabei spielt Intuition eine wesentliche Rolle. Entscheidungen entstehen nicht ausschließlich aus theoretischen Überlegungen oder kompositorischen Kalkülen, sondern häufig aus einem unmittelbaren Gespür für die innere Stimmigkeit einer Situation. In dieser Haltung lässt sich auch ein indirekter Einfluss ihrer georgischen Herkunft erkennen, die sie selbst mit einer Kultur des Beobachtens, Fühlens und intuitiven Wahrnehmens verbindet. 

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem materiellen Charakter der Malerei. Farbe wird nicht primär als Träger symbolischer Bedeutungen eingesetzt, sondern als Mittel, unterschiedliche Zustände von Wirklichkeit sichtbar werden zu lassen. Dünne, in die Leinwand eingearbeitete Farbschichten stehen neben pastosen Verdichtungen; transparente Bereiche treffen auf körperhafte Oberflächen. Gerade im Spannungsverhältnis dieser unterschiedlichen Auftragsformen entwickelt sich die visuelle Sprache ihrer Bilder. Die Oberfläche wird dabei nicht lediglich zum Träger eines Motivs, sondern zu einem eigenständigen Ort malerischer Untersuchung.


Ordnung, Verschiebung und kontrolliertes Chaos

Figurative Bildwelten und die Dekonstruktion des Stilllebens


Die Bildwelt von Viktoria Ovsepian bewegt sich überwiegend zwischen Figuration und Stillleben. Menschen, Objekte, Lebensmittel, Pflanzen oder Interieurs bilden häufig den Ausgangspunkt ihrer Kompositionen. Dabei geht es jedoch selten um die Darstellung einer stabilen Situation. Vielmehr untersucht die Künstlerin, wie sich vertraute Bildordnungen verändern lassen, ohne ihre Wiedererkennbarkeit vollständig aufzugeben. 

Ein besonderer Bezugspunkt ist das klassische holländische Stillleben. Ovsepian interessiert sich für dessen kompositorische Strenge, die Balance der Formen und die jahrhundertelang entwickelten Ordnungssysteme. Ihre Arbeiten greifen diese Tradition jedoch nicht zitathaft auf, sondern unterziehen sie einer bewussten Neuordnung. Einzelne Elemente werden verschoben, Hierarchien aufgehoben, harmonische Strukturen geöffnet und durch unerwartete Konstellationen ersetzt. Aus der kontrollierten Irritation etablierter Bildordnungen entsteht jene Spannung, die viele ihrer Arbeiten prägt.

Neben einzelnen Motiven entwickeln sich dabei immer wieder Werkgruppen, die über längere Zeiträume hinweg bestimmte Fragestellungen verfolgen. Wiederkehrend erscheinen Figuren, die aus dunklen Bildräumen hervortreten, Menschen, deren Gesichtszüge teilweise entzogen bleiben, oder Gegenstände, die sich ihrer eindeutigen Funktion entziehen. Auch Lebensmittel und Objekte kehren in wechselnden Konstellationen wieder und werden zu Bestandteilen einer Bildsprache, die gleichermaßen vertraut und irritierend wirkt.
Ölgemälde:
Same Room: Ausschnitt des Ölgemäldes


Ordnung, Verschiebung und kontrolliertes Chaos

Figurative Bildwelten und die Dekonstruktion des Stilllebens


Die Bildwelt von Viktoria Ovsepian bewegt sich überwiegend zwischen Figuration und Stillleben. Menschen, Objekte, Lebensmittel, Pflanzen oder Interieurs bilden häufig den Ausgangspunkt ihrer Kompositionen. Dabei geht es jedoch selten um die Darstellung einer stabilen Situation. Vielmehr untersucht die Künstlerin, wie sich vertraute Bildordnungen verändern lassen, ohne ihre Wiedererkennbarkeit vollständig aufzugeben. 

Ein besonderer Bezugspunkt ist das klassische holländische Stillleben. Ovsepian interessiert sich für dessen kompositorische Strenge, die Balance der Formen und die jahrhundertelang entwickelten Ordnungssysteme. Ihre Arbeiten greifen diese Tradition jedoch nicht zitathaft auf, sondern unterziehen sie einer bewussten Neuordnung. Einzelne Elemente werden verschoben, Hierarchien aufgehoben, harmonische Strukturen geöffnet und durch unerwartete Konstellationen ersetzt. Aus der kontrollierten Irritation etablierter Bildordnungen entsteht jene Spannung, die viele ihrer Arbeiten prägt.

Neben einzelnen Motiven entwickeln sich dabei immer wieder Werkgruppen, die über längere Zeiträume hinweg bestimmte Fragestellungen verfolgen. Wiederkehrend erscheinen Figuren, die aus dunklen Bildräumen hervortreten, Menschen, deren Gesichtszüge teilweise entzogen bleiben, oder Gegenstände, die sich ihrer eindeutigen Funktion entziehen. Auch Lebensmittel und Objekte kehren in wechselnden Konstellationen wieder und werden zu Bestandteilen einer Bildsprache, die gleichermaßen vertraut und irritierend wirkt.

Die Welt hinter der sichtbaren Welt

Philosophische Fragestellungen zwischen Realität und Imagination


Die inhaltliche Grundlage von Ovsepians Werk liegt in einer langjährigen Auseinandersetzung mit Fragen nach Wirklichkeit, Wahrnehmung und Existenz. Philosophische Positionen von Arthur Schopenhauer und Friedrich Nietzsche bilden dabei weniger konkrete Referenzen als einen gedanklichen Resonanzraum. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie verlässlich unsere Wahrnehmung tatsächlich ist und wo die Grenze zwischen dem Realen und dem Vorgestellten verläuft. 

Diese Fragestellungen begleiten die Künstlerin seit ihrer Kindheit. Besonders prägend war die Vorstellung, dass Dinge auch dann ein Eigenleben besitzen könnten, wenn sie sich dem menschlichen Blick entziehen. Eine von ihrer Großmutter erzählte Geschichte, nach der Puppen nachts zu spielen beginnen würden, sobald ihre Besitzerin schläft, wurde zu einem frühen Bild für die Möglichkeit einer Wirklichkeit jenseits unmittelbarer Beobachtung. Aus dieser Erfahrung entwickelte sich ein anhaltendes Interesse an den Übergängen zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Anwesenheit und Abwesenheit, Gewissheit und Vorstellungskraft. 

Die Bilder formulieren hierzu keine Antworten. Vielmehr eröffnen sie Situationen, in denen Gegenstände, Figuren und Räume ihre Eindeutigkeit verlieren und alternative Möglichkeiten des Sehens sichtbar werden. Narration spielt dabei eine zentrale Rolle. Jedes Werk verweist auf eine Geschichte, die bereits begonnen hat oder sich gerade entfaltet, ohne sich vollständig entschlüsseln zu lassen. Die Malerei wird so zu einem Ort des Fragens, nicht des Erklärens.

 Jenseits stilistischer Zuordnungen

Obwohl einzelne Aspekte ihrer Arbeiten Berührungspunkte mit expressiven, figurativen oder surreal anmutenden Bildtraditionen erkennen lassen, entzieht sich Ovsepians Werk einer eindeutigen kunsthistorischen Verortung. Gerade diese Offenheit versteht die Künstlerin als wesentliche Voraussetzung zeitgenössischer Kunst. Stilistische Kategorien erscheinen ihr weniger als Orientierungshilfen denn als Begrenzungen, die der Entwicklung einer eigenständigen Bildsprache entgegenstehen können.

Tatsächlich entsteht die Besonderheit ihrer Malerei gerade aus der Verbindung unterschiedlicher Ansätze. Gegenständliche Elemente bleiben erkennbar, ohne vollständig beschrieben zu werden. Narrative Situationen werden angedeutet, ohne in geschlossene Erzählungen überzugehen. Malerische Gesten oszillieren zwischen Konstruktion und Auflösung. Dadurch entstehen Arbeiten, die sich bekannten Kategorien annähern, ohne in ihnen aufzugehen.

Innerhalb der zeitgenössischen Malerei nimmt Ovsepian damit eine Position ein, die weniger auf stilistische Wiedererkennbarkeit als auf die kontinuierliche Erweiterung ihrer bildnerischen Möglichkeiten setzt. Ihre Werke behaupten keine Gewissheiten, sondern untersuchen die Bedingungen, unter denen Wahrnehmung, Vorstellung und Wirklichkeit überhaupt erst entstehen.


Nationale und internationale Präsenz

Ausstellungen, Stipendien und künstlerische Meilensteine

Viktoria Ovsepian in der Galerie

Die kontinuierliche Entwicklung ihrer künstlerischen Position spiegelt sich in einer umfangreichen Ausstellungstätigkeit wider. Zu den wichtigen Einzelpräsentationen zählen Ausstellungen in Dresden, Budapest, Berlin, Bad Gottleuba-Berggießhübel und Hannover. Darüber hinaus war Ovsepian an zahlreichen Gruppenausstellungen, Interventionen, institutionellen Projekten und Benefizveranstaltungen beteiligt. Ihre Arbeiten wurden sowohl in unabhängigen Kunsträumen als auch in musealen, universitären und kulturellen Einrichtungen präsentiert.

Ergänzt wird diese Entwicklung durch internationale Forschungs- und Förderprogramme sowie mehrere Auszeichnungen. Das Residenzstudium an der Magyar Képzőművészeti Egyetem Budapest, die Teilnahme am EU4ART-Programm für künstlerische Forschung und der Nachwuchspreis für Bildung und Technologie des YETI Dresden markieren wichtige Stationen ihres bisherigen Werdegangs. 

Diese Verbindung aus internationaler Ausbildung, kontinuierlicher Ausstellungstätigkeit und forschungsorientierten Arbeitsaufenthalten hat eine künstlerische Position hervorgebracht, die sich durch ihre eigenständige Bildsprache und die konsequente Weiterentwicklung ihrer malerischen Mittel auszeichnet. Die Aufnahme von Viktoria Ovsepian in das Portfolio unserer Galerie basiert auf der daraus resultierenden Überzeugung, dass ihre Arbeiten einen unverwechselbaren Beitrag zur gegenwärtigen Malerei leisten. Entdecken Sie eine vielversprechende und zugleich sehr eigenständige Stimme innerhalb der aktuellen Kunstlandschaft!

Kurzvita

  • Geboren in Tbilisi, Georgien
  • Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Tbilisi
  • Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Klasse von Monika Brandmeier


Auszeichnungen

  • Nachwuchspreis für Bildung und Technologie des YETI Dresden (2025)
  • EU4ART-Programm für künstlerische Forschung (2022–2023)
  • Residenzstudium an der MKE Budapest/Magyar Képzőművészeti Egyetem (2021–2022)

Ausstellungen & Projekte (Auszug)


  • 2026 Werkpräsentation mit Künstlergespräch am 24. Februar im Café Europa
  • 2025 Kunstverein Mannheim / Ludwigshafen (Gruppenausstellung) „Angst und Wut“ Produzentengalerie Hannover 4h-art, (Einzelausstellung) UNICEF-Benefizauktion
  • 2024 Spring Art Berlin (Einzelausstellung) Ausstellungen und Versteigerungen der Sparkasse Dresden
  • 2023 Wintersalon des Kunstverein Meißen (Gruppenausstellung) Historische Sammlungen Bad Gottleuba-Berggießhübel (Einzelausstellung)
  • 2022 Galerie Mojavari (Einzelausstellung)
  • 2021 „NATURAL PROCESSES“ Magyar Képzőművészeti Egyetem, Budapest (Einzelausstellung)
  • 2020 „DESIRABLE TIMES“ Kunstraum GEH8, Dresden (Einzelausstellung)
  • 2018 Jahresausstellungen und Interventionen an der HfBK Dresden

Aktuelle Werke: 

Produktgalerie überspringen
Neu
Ölgemälde: "21232", Original/Unikat, V. Ovsepian

Regulärer Preis: 460,00 €
  • Status: Signiertes Unikat/Original
  • Breite in cm: 80
  • Höhe in cm: 80
Info
Ölgemälde: "Vielleicht am Ende", Original/Unikat, V. Ovsepian

Regulärer Preis: 680,00 €
  • Status: Signiertes Unikat/Original
  • Breite in cm: 70
  • Höhe in cm: 90
Info
Ölgemälde: "Niemand wird zuhause sein", Original/Unikat, V. Ovsepian

Regulärer Preis: 1.300,00 €
  • Status: Signiertes Unikat/Original
  • Breite in cm: 70
  • Höhe in cm: 90
Info
Ölgemälde: "Echos Beneath the Corner, Original/Unikat, V. Ovsepian

Regulärer Preis: 820,00 €
  • Status: Signiertes Unikat/Original
  • Breite in cm: 70
  • Höhe in cm: 90
Info
Ölgemälde: "A Second Interior", Original/Unikat, V. Ovsepian

Regulärer Preis: 1.200,00 €
  • Status: Signiertes Unikat/Original
  • Breite in cm: 60
  • Höhe in cm: 80
Info
Ölgemälde: "Spoiled", Original/Unikat, V. Ovsepian

Regulärer Preis: 940,00 €
  • Status: Signiertes Unikat/Original
  • Breite in cm: 60
  • Höhe in cm: 80
Info
Ölgemälde: "o.T.", Original/Unikat, V. Ovsepian

Regulärer Preis: 630,00 €
  • Status: Signiertes Unikat/Original
  • Breite in cm: 60
  • Höhe in cm: 80
Info
Ölgemälde: "Same Room", Original/Unikat, V. Ovsepian

Regulärer Preis: 890,00 €
  • Status: Signiertes Unikat/Original
  • Breite in cm: 60
  • Höhe in cm: 80
Info

Kompetenz & Vertrauen:
Kunstgalerie seit 2005

Internationale & deutsche
Künstler

Abholung & Besichtigung
möglich

Weltweiter, sicherer
Versand

Seit 2005 sind unsere Galerie und ihre Mitarbeiter mit Leidenschaft und Expertise für zeitgenössische Kunst in Dresden sowie im Internet präsent. Sie wünschen Beratung zu den Werken, haben Fragen zum Versand, zur Besichtigung oder ähnlichen Themen? Telefonisch, via E-Mail, via Chat und auch sehr gerne persönliche in der Galerie - wir sind für Sie da und freuen uns auf Sie! Weitere Infos zur Galerie finden Sie hier.

Was Sie bei uns erwartet:
Schöne & Anspruchsvolle Kunst- dennoch bezahlbare Preise.
Ausgewählte Künstler - sowohl etablierte Autoren, als auch Atelierkünstler.
Alle Künstler kennen wir persönlich: Wichtig für eine kompetente und Umfangreiche Beratung.
Persönlicher und erstklassiger Kundenservice.
Sicherer und unkomplizierter Versand - weltweit.

Persönliche Beratung:

0351 3393959 (Mo-Fr 9-19 Uhr) oder zurückrufen lassen

Abonnieren Sie unseren Newsletter und sichern Sie sich exklusive Vorteile

Ihre Vorteile:
1x kostenlose Sonderedition als Geschenk
Regelmäßig spannende Infos & Neuigkeiten zu unserer Kunst
Exklusive Stammkundenaktionen
E-Mail-Adresse*
Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons "Abonnieren" erkläre ich mich damit einverstanden, dass EventART mich per E-Mail informiert, sobald neue Kunstwerke eingeliefert werden oder eine der seltenen Aktionen startet. Meine Einwilligung kann ich jederzeit gegenüber EventART widerrufen.
Sondereditionen Jetzt limitierten Kunstdruck
vom Gemälde des Monats
im Wert von 29,- EUR sichern!


Zuletzt angesehen: