Abstrakte Kunst
Die abstrakte Kunst ist eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzende Ausdrucksweise. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Künstler sich in ihrer Arbeit zunehmend von der Darstellung realer Natur entfernen und ihre Kunstwerke aus ungegenständlichen oder Gegenstände nur andeutenden Formen, also abstrakt, komponieren. Daher trägt die abstrakte Kunst auch die Bezeichnungen "gegenstandslose Kunst" oder "gegenstandsfreie Kunst".
Die zeitgenössische abstrakte Kunst ist in unzählige moderne Stile mit und ohne Bezug zu historischen Kunstrichtungen aufgegliedert und wird insbesondere mit abstrakter Malerei und Bildhauerei umgesetzt. Erfahren Sie im Folgenden kompaktes Hintergrundwissen zur abstrakten Kunst und lassen Sie sich dazu inspirieren, unterschiedliche künstlerische Positionen und Ausdrucksformen näher kennenzulernen. Auch wenn der Fokus der 2005 eröffneten Kunstgalerie auf abstrakter Malerei liegt, finden sich hier ebenso Arbeiten in Form von limitierten Editionen sowie hochwertigen Skulpturen, sodass Sie diese sowohl online als auch vor Ort in Dresden betrachten können.
Wie nahm die abstrakte Kunst ihren Anfang und wer waren die Wegbereiter?
Die ersten Maler und Bildhauer entfernten sich bereits kurz nach 1900 von der Darstellung der realen Welt. Bekannt ist Wassily Kandinskys Werdegang, der von einer stilisierenden Malerei im Sinne des Münchner Jugendstils über zahlreiche Entwicklungsphasen letztendlich zu abstrakten Kompositionen führte, die in die absolute Gegenstandslosigkeit der geometrischen Formen münden. Mit seiner im Jahr 1910 erarbeiteten Schrift "Über das Geistige in der Kunst" legte Kandinsky das theoretische Fundament für diese neue Strömung in der Malerei. Es ist allerdings strittig, ob ihm die Vorreiterrolle in der Entwicklungsgeschichte der abstrakten Kunst tatsächlich zukommt. Sein erstes gegenstandsloses Bild malte er eigenen Angaben zufolge 1910. Mittlerweile gehen die Experten jedoch davon aus, dass dieses Werk vordatiert wurde. Entstanden ist es vermutlich erst 1913. Der Tscheche Frantiek Kupka hatte indes schon 1911 abstrakte Bilder geschaffen.
Nach einem von der Historikerin und Journalistin Julia Voss verfassten Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom April 2011 gilt Hilma af Klint (1882 - 1944) als erste Künstlerin, die sich dem Malen abstrakter Bilder widmete. Einer Serie kleinformatiger Bilder, die sie im November 1906 kreierte, folgte im Jahr 1907 ihr erstes großformatiges Kunstwerk. Die in Frankreich wirkenden Künstler Sonia Delaunay-Terk, Francis Picabia und Robert Delaunay, die in Frankreich und der Schweiz aktive Sophie Taeuber-Arp und der Niederländer Piet Mondrian sind weitere Wegbereiter für die abstrakte Malerei. Die ersten gegenstandslosen Werke in der Bildhauerei entstanden erst um 1920 durch den russischen Konstruktivisten El Lissitzky, den ukrainischen Bildhauer Alexander Archipenko und den englischen Bildhauer Henry Moore.
Die abstrakte Malerei der Künstler unserer Galerie greift Stilelemente der frühen abstrakten Kunst
auf, so finden sich beispielsweise Reminiszenzen an Rothko, Pollock
oder Kandinsky. Allen gemeinsam ist eine eigene, unverwechselbare
Handschrift, die auf einer soliden akademischen oder autodidaktischen
Ausbildung fußt und das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit
den theoretischen und praktischen Hintergründen der abstrakten Kunst
ist. Unsere Galerie offeriert abstrakte Malerei, Bildhauerei und
Editionen in unterschiedlichen Preiskategorien, Sie können zudem durch
die bereitgestellten Filter Ihre Auswahl weiter eingrenzen, um sich von
den künstlerischen Arbeiten in unserem Portfolio inspirieren zu lassen.
Welches sind die charakteristischen Merkmale der abstrakten Kunst?
Die abstrakte Kunst bietet hinsichtlich der Gestaltung viel mehr Möglichkeiten als gegenständliche Kunstformen. Wurden früher nur Landschaften, Häuser, Menschen und Tiere dargestellt, herrscht in der abstrakten Kunst eine deutlich größere Freiheit. Bei dieser modernen Ausdrucksweise geht es den Künstlern um die Darstellung von Innenwelten, die facettenreicher sind als die visuell wahrnehmbare Außenwelt. Sie fordern den Betrachter dazu auf, sich noch stärker mit ihrer Schöpfung auseinanderzusetzen und herauszufinden, was sie ihm damit mitteilen wollen.
Lässt sich kein direkter Bezug zur Wirklichkeit herstellen, bleibt nur die Möglichkeit, das Kunstwerk selbst zu deuten. Als Hilfestellung liefert der Künstler häufig eine schriftliche Legende mit, die darüber informiert, was er bei der Herstellung dachte und fühlte. Ohne dieses Hilfsmittel gelangen sogar routinierte Kunstexperten bei der Interpretation ein und desselben Werkes zu unterschiedlichen Meinungen.
>Als wichtigste Bausteine abstrakter Kunst gelten Farbe, Form und das verwendete Material. Oft haben moderne Künstler den Anspruch, dass kein Vergleich zu Figuren und Formen in der Natur möglich ist. Sie legen großen Wert darauf, dass ihre Schöpfungen allein ihrer Kreativität entsprungen sind. In der Galerie EventART - Die Kunstmacher können Sie sowohl abstrakte Kunst kaufen, die dieser Intention entspringt und frei von jeglichen Bezügen zur Realität ist, als auch abstrakte Malerei, die deutlich figurativ und gegenständlich ist.
Wie betrachtet man abstrakte Kunst?
Der Zugang zu abstrakter Kunst beginnt nicht mit dem Versuch, etwas zu erkennen, sondern mit der Bereitschaft, Wahrnehmung zuzulassen, ohne sie sofort einzuordnen. Statt nach Motiven oder Bedeutungen zu suchen, lohnt es sich, zunächst bei dem zu bleiben, was unmittelbar sichtbar ist: Farbverhältnisse, Kontraste, Verdichtungen, Leerräume und Bewegungen innerhalb der Bildfläche.
Ein vertiefter Zugang entsteht insbesondere dann, wenn man sich zusätzlich mit der Intention der Künstler auseinandersetzt. Abstrakte Kunst ist selten zufällig – sie folgt meist einer klaren inneren Haltung. Viele Künstler wollten sich bewusst von der äußeren Wirklichkeit lösen, um nicht das Sichtbare abzubilden, sondern das zu zeigen, was sich dahinter verbirgt: Empfindungen, Spannungszustände, geistige oder emotionale Prozesse.
Ein Blick auf zentrale Werke der Kunstgeschichte verdeutlicht diesen Zusammenhang. Komposition VII von Wassily Kandinsky etwa ist nicht als ungeordnete Ansammlung von Formen gedacht, sondern als visuelle Übersetzung innerer Zustände. Kandinsky verstand Malerei als eine Art geistige Sprache, in der Farben und Formen gezielt eingesetzt werden, um Wirkung zu erzeugen – ähnlich wie Klänge in der Musik.
Ganz anders, aber ebenso bewusst, arbeitete Jackson Pollock in Number 1A, 1948. Seine Technik des Drippings war kein Zufallsprodukt, sondern Ausdruck eines körperlichen, unmittelbaren Malprozesses. Die Bewegung selbst wurde zum eigentlichen Inhalt des Werkes. Was auf den ersten Blick chaotisch wirkt, ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit Rhythmus, Energie und Kontrolle.
Bei Mark Rothko wiederum verschiebt sich die Intention in eine andere Richtung. Werke wie Orange, Red, Yellow zielen nicht auf Dynamik, sondern auf eine stille, fast meditative Wirkung. Rothko ging es darum, emotionale Grundzustände wie Ruhe, Schwere oder Erhabenheit erfahrbar zu machen. Die scheinbar einfachen Farbflächen sind daher bewusst so komponiert, dass sie eine unmittelbare, oft sehr persönliche Reaktion beim Betrachter auslösen.
Ein hilfreicher Ansatz ist es, die Blickführung bewusst nachzuvollziehen. Wo setzt das Auge zuerst an? Welche Bereiche ziehen Aufmerksamkeit an, welche halten sie? Wenn man sich darauf einlässt gibt man seiner Wahrnehmung die Möglichkeit, eine intuitive Rezeption aufzubauen, die sich nicht aus Gegenständen, sondern aus Relationen ergibt – aus Nähe und Distanz, aus Spannung und Ruhe.
Auch der eigene Standort spielt
eine Rolle. Mit zunehmender Entfernung verändern sich Proportionen,
Übergänge und Zusammenhänge. Details treten zurück, während größere
Strukturen sichtbar werden. Umgekehrt offenbaren sich aus der Nähe
feinere Nuancen, die aus der Distanz verborgen bleiben. Der Wechsel
zwischen diesen Ebenen eröffnet unterschiedliche Lesarten desselben Werkes.
Zeit
ist dabei ein entscheidender Faktor. Während gegenständliche Motive oft
schnell erfasst werden, entfaltet sich abstrakte Kunst häufig erst in
der wiederholten Betrachtung.
Nicht zuletzt lohnt es sich, die eigene Reaktion ernst zu nehmen, ohne sie vorschnell zu bewerten. Ob ein Werk irritiert, anzieht oder distanziert, ist Teil der Auseinandersetzung. Gerade in dieser Offenheit liegt eine Qualität abstrakter Kunst: Sie fordert keine eindeutige Antwort, sondern eröffnet einen Raum zur emotionalen und persönlichen Annäherung.
Ein vergleichbarer Zugang eröffnet sich auch im Blick auf
zeitgenössische Positionen, die diese Konzepte aufgreifen – wie sie sich
bei vielen der von unserer Galerie vertretenen Künstler finden.
Besonders greifbar wird dieser Zugang im direkten Erleben: In
unseren Ausstellungen haben Sie die Möglichkeit, diese Wirkungsweisen
im Original nachzuvollziehen und im persönlichen Austausch zusätzliche
Einblicke in die Hintergründe und Intentionen der Künstler zu erhalten.
Welche zentralen Motive finden sich in der abstrakten Kunst?
Seit 1910 trat die abstrakte Kunst in immer neuen Stilvarianten auf. Ihre stilistische Vielfalt lässt sich auf beide Linien ihrer Entstehung zurückführen: Zum einen entspringt sie der dem Expressionismus entstammenden, von Wassily Kandinsky begründeten und von Ernst Wilhelm Nay, Hans Hartung, Jackson Pollock und anderen Künstlern weitergeführten freien malerischen Entwicklung, die bereits von Jugendstilkünstlern wie August Endell, Mikalojus Konstantinas Čiurlionis und Hermann Obrist vorbereitet wurde. Zum anderen basiert sie auf der fast zur gleichen Zeit vom Kubismus ausgehenden geometrisierenden Richtung, der die Künstler Michail Fjodorowitsch Larionow, Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch, Frantiek Kupka und Piet Mondrian zuzuordnen sind.
Während die erste dieser Ursprungsformen insbesondere seit 1945 ihre ungebundenste Ausdrucksform in der informellen Kunst erreichte, erfuhr die andere ihre strengste Bindung im Bereich des technoiden Konstruktivismus, welcher die Weiterentwicklung zur konkreten Kunst durchlief. Hinzu gesellte sich ab den 1940er Jahren die von Paul Klee vorbereitete abstrakte Malerei mit ihrer eigenen Bildsprache dekorativer, magisch wirkender Bildzeichen und Formrhythmen. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Kunstrichtung gehören Willi Baumeister und verschiedene Künstler der École de Paris.
Die abstrakte Plastik existiert nach Vorstadien im Jugendstil wie Hermann Obrists Wachstumsspiralen seit circa 1912/13 (Alexander Archipenko, kurz darauf Rudolf Belling). Wenig später bildete sich im russischen Konstruktivismus, zu dem beispielsweise Wladimir Jewgrafowicz Tatlin, Antoine Pevsner und Naum Gabo zählen, die wechselseitige Durchdringung von Linien und Flächen mit dem Raum als eines der wichtigsten Themen auf dem Gebiet der abstrakten Plastik während des 20. Jahrhunderts heraus. Neben dieser konstruktiven Linie rief Hans Arp 1916 eine Richtung ins Leben, die sich auf vegetabilisch wirkende Wachstumsformen begründet. In den 1950er Jahren entstanden abstrakte Plastiken vor allem in den USA (D. Smith). Ab 1960 folgten horizontal orientierte, allseitig offene Metallplastiken (schulbildend: E. Caro, England).
Welche Kunstrichtungen gibt es in der abstrakten Kunst?
Nach ihrer Entstehung zerfiel die abstrakte Malerei innerhalb kurzer Zeit in eine Reihe verschiedener Stile. Die stilübergreifende Untergliederung in eine geometrische Abstraktion (Theo van Doesburg, Piet Mondrian, Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch) und eine expressive Abstraktion (Wassily Kandinsky) bzw. in eine konstruktiv-geometrische und eine lyrische Richtung bezieht sich vor allem auf äußerliche Merkmale, weniger auf die methodischen Unterschiede. Auch der Surrealismus verwendete abstrakte Prinzipien (vgl. Automatismus). Als namhaftester Vertreter der später als abstrakter Expressionismus oder Action Painting bezeichneten Kunstrichtung gilt der Amerikaner Jackson Pollock. Wegweisend waren jedoch andere moderne Künstler wie André Masson, ein französischer Surrealist.
Im Portfolio unserer Galerie können Sie neben am abstrakten Expressionismus, Informel oder Tachismus angelehnter abstrakter Kunst auch gegenständlichere Formen der abstrakten Malerei entdecken, die ihre Wurzeln im Expressionismus, Impressionismus oder selbst im Surrealismus und Realismus haben.
Welche Kunstformen/Arten kommen in der abstrakten Kunst zum Tragen?
Die wichtigsten Kunstformen in der abstrakten Kunst sind die Malerei und die Bildhauerei, die als gleichbedeutend gelten. Beide entwickelten sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts. Für beide Arten ist eine Herausbildung verschiedener Ausprägungen und Gestaltungsmöglichkeiten zu verzeichnen. Heute umfasst die abstrakte Kunst zahlreiche unterschiedliche Kunststile und Strömungen des 20. Jahrhunderts.
Sie sind speziell an Malerie interessiert? Lassen Sie sich auch hier inspirieren: Wandbilder – Kunst, die Räume prägt.
Welche Kunsttechniken kommen in der abstrakten Kunst zum Einsatz?
Beim durch Jackson Pollock international bekannt gewordenen Action Painting (auch Actionpainting oder Aktionsmalerei) handelt es sich um eine Richtung der modernen Malerei im Bereich des abstrakten Expressionismus. Sie trat zu Beginn der 1950er Jahre in den USA in Erscheinung und ähnelt dem europäischen Tachismus oder Informel.
Die Ölmalerei kommt für die abstrakte Kunst ebenfalls zur Anwendung. Diese klassische Königsdisziplin der Kunst wird insbesondere in der Porträt-, Landschafts- und Genremalerei und bei Stillleben eingesetzt. Die Haltbarkeit der Ölfarbe ist ebenso unübertroffen wie ihre Farbbrillanz. Der Begriff Ölmalerei leitet sich daraus ab, dass Öl als Bindemittel das wesentlichste Element der Ölfarbe ist.
Im Bereich der abstrakten Malerei mit Öl und Acryl zählen die Spachteltechnik, die Gießtechnik, das Dripping (Aufspritzen der Farbe auf die Leinwand), die Lasurtechnik und die Mischtechnik zu den wichtigsten Methoden. In der Bildhauerei finden sich Skulpturen aus Stahl, Holz und Sandstein, Bronzeguss und Kunststoffplastiken. Darüber hinaus gibt es noch die Collage und die als Mixed Media bezeichnete Verwendung verschiedener Materialien.
Erfahren Sie in unserem Beitrag "Öl oder Acryl?" mehr über die Unterschiede der Techniken Acrylmalerei und Ölmalerei, um Ihrer Entscheidung bei der Auswahl abstrakter Kunst in unserer Galerie ein stabiles Fundament zu geben. Denn ebenso vielfältig, wie die Stile der abstrakten Malerei, sind auch die Vor- und Nachteile sowie die Besonderheiten, die beiden Maltechniken inhärent sind.
Welche Künstler sind wichtig für die abstrakte Kunst?
Der Maler Francis Picabia, Frankreich, und Wassily Kandinsky, Russland, schufen ab circa 1911 abstrakte Kunstwerke und gelten damit als wichtige Wegbereiter der abstrakten Kunst. Diese ist jedoch keinesfalls eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. In der jüdischen und islamischen Welt geht die Malerei diesen Weg bereits seit vielen Jahrhunderten. Das liegt vor allem an den religiösen Überzeugungen, die in vielerlei Hinsicht keine gegenständliche Darstellung erlauben. Zu den namhaftesten Vertretern der abstrakten Kunst zählen:
- Gerhard Richter, Deutschland, (* 1932)
- Wassily Kandinsky, Russland, Deutschland, Frankreich, (1866 - 1944)
- Jackson Pollock, USA, (1912 - 1956)
- Yves Klein, Frankreich, (1928 - 1962)
- Willem de Kooning, USA, (1904 - 1997)
Welchen Kritikpunkten sieht sich die abstrakte Kunst gegenüber?
Die abstrakte Kunst polarisierte von Anfang an stark. Begeisterte Aufnahme und Verteidigung fanden sich bei denen, die damit in Kontakt kamen, ebenso wie ernsthafte und polemische Kritik. Selbst renommierte Kunsthistoriker und Künstler standen ihr skeptisch bis ablehnend gegenüber.
Sowohl beim Publikum als auch bei Kunstkritikern hatte es die abstrakte Kunst schwer, aufgenommen zu werden. Aufgrund ihrer Abweichung vom etablierten Kunstbegriff und ihres Verzichts auf die gegenständliche Abbildung stieß sie bei der Mehrheit des Publikums auf Missfallen. Es fielen Äußerungen, dass es sich hierbei nicht um Kunst handle und dass zu ihrer Erstellung weder handwerkliches Können noch künstlerische Begabung erforderlich seien. In polemischer Weise führten Kritiker Beispiele malender Schimpansen an, um die abstrakte Kunst herabzuwürdigen.
Eine andere Richtung schlägt die Kritik ein, abstrakte Malerei, insbesondere der abstrakte Expressionismus, wäre im Kalten Krieg funktionalisiert worden. So taucht der Vorwurf auf, die CIA hätte Jackson Pollock und weitere abstrakte Expressionisten in Zusammenhang über den Congress for Cultural Freedom und im Konsens mit der Förderungspolitik der Ford Foundation und der Rockefeller Foundation subventioniert. Im Gegenzug zum Ausbau des sozialistischen Realismus durch Stalin in dessen Machtbereich bot die abstrakte Kunst nach dem Krieg im zerstörten Europa eine Möglichkeit, politische und künstlerische Freiheit und Fortschrittlichkeit zu demonstrieren, ohne dass eine zu offene sozialkritische Botschaft erkennen zu lassen.
Welche bekannten Museen stellen abstrakte Kunst aus?
Museum of Modern Art
Das Museum of Modern Art (MoMA) beinhaltet eine der bedeutendsten und einflussreichsten Sammlungen zeitgenössischer und moderner Kunst rund um den Erdball. Zu finden ist diese Kunstsammlung in New York, im Bezirk Midtown des Stadtteils Manhattan. Werke der Architektur und des Designs sind hier ebenso zu finden wie Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Illustrationen, Drucke, Skulpturen, elektronische Medien und Filme. Darüber hinaus verfügt das Museum über eine umfassende Bibliothek mit 300.000 Bänden.
Solomon R. Guggenheim
Das ebenfalls in New York beheimatete Solomon R. Guggenheim Museum wurde 1939 gegründet. Dieses von der Solomon R. Guggenheim Foundation betriebene Museum für moderne Kunst ist nicht nur das bekannteste, sondern auch das älteste der Guggenheim-Museen. Eröffnet wurde das von Frank Lloyd Wright entworfene Museumsgebäude im Jahr 1959. Die abstrakte Kunst bildet den Schwerpunkt der gezeigten Sammlung. Es sind jedoch auch Werke des Impressionismus, des Post-Impressionismus, des Expressionismus und des Surrealismus zu sehen.
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Häufige Fragen zur abstrakten Kunst
Viele Betrachter suchen in Kunst automatisch nach bekannten Formen oder Motiven. Da abstrakte Kunst bewusst auf gegenständliche Darstellung verzichtet, fehlt dieser direkte Zugang.
Stattdessen fordert sie eine offenere Herangehensweise: Interpretation entsteht nicht über Wiedererkennung, sondern über persönliche Wahrnehmung. Genau diese Offenheit führt dazu, dass unterschiedliche Betrachter zu unterschiedlichen Deutungen gelangen.
Dadurch entsteht eine deutlich größere gestalterische Freiheit, sowohl für den Künstler als auch für den Betrachter. Die Wirkung eines Werkes ergibt sich nicht aus dem Motiv, sondern aus dem Zusammenspiel von Farbe, Form und Material.
Abstrakte Kunst beeinflusst Räume vor allem über ihre Farbwirkung, ihre Dynamik und ihre Komposition. Große Formate können Räume strukturieren und Präsenz erzeugen, während ruhigere Arbeiten eine ausgleichende oder meditative Atmosphäre schaffen.
Da keine festen Motive vorgegeben sind, bleibt die Wirkung offen und kann sich je nach Umgebung und Betrachtung verändern.
Die Auswahl sollte sich an Farbgebung, Format und gewünschter Raumwirkung orientieren. Während reduzierte Arbeiten oft gut in minimalistische Räume passen, können expressive Werke gezielt Kontraste setzen.
In der Praxis zeigt sich oft erst im konkreten Raum, mit welchen Arbeiten man tatsächlich das gewünschte Ergebnis erzielt.
Wenn Sie sich für passende Werke interessieren, finden Sie bei uns eine inspirierende Auswahl abstrakter Kunst.
Farben sind eines der zentralen Gestaltungselemente abstrakter Kunst. Sie können gezielt Stimmungen erzeugen – von Ruhe und Ausgleich bis hin zu Spannung und Dynamik.
Gerade bei großformatigen Arbeiten prägen Farbflächen maßgeblich die Atmosphäre eines Raumes und wirken oft stärker als gegenständliche Motive.
Hochwertige abstrakte Kunst lässt sich nicht auf ein einzelnes Merkmal reduzieren, sondern entsteht im Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
- verwendete Materialien
- Verarbeitung und technische Ausführung
- Komposition und Farbwirkung
- künstlerische Eigenständigkeit
Galerien achten insbesondere darauf, dass Werke eine stabile Materialqualität und eine überzeugende gestalterische Substanz aufweisen, bevor sie ins Portfolio aufgenommen werden.
Ein sinnvoller Ansatz ist es, zunächst auf die eigene Reaktion zu achten: Welche Werke ziehen Ihre Aufmerksamkeit an, welche berühren Sie gar nicht oder erzeugen sogar Distanz?
Zusätzlich hilft es, ein Werk aus verschiedenen Entfernungen zu betrachten, da sich Wirkung und Struktur verändern. In den meisten Fällen entfaltet sich gute abstrakte Kunst erst über einen längeren Zeitraum und wiederholte Betrachtung.
Wenn Sie gezielt suchen, können Sie im Shop unserer
Kunstgalerie passende Werke entdecken.
Die Preisunterschiede ergeben sich aus mehreren Faktoren:
- Bekanntheit und Entwicklung des Künstlers
- Technik und Material
- Format und Komplexität
- Einordnung als Unikat oder Edition
Da abstrakte Kunst sehr unterschiedliche künstlerische Ansätze umfasst, spiegelt sich diese Vielfalt auch in der Preisstruktur wider. Konkrete Beispiele für aktuelle Arbeiten finden Sie in unserer Auswahl abstrakter Kunst.
Abstrakte Kunst ist heute relevanter denn je. Seit ihren
Anfängen im frühen 20. Jahrhundert hat sie sich in zahlreiche Stilrichtungen
weiterentwickelt und ist fester Bestandteil der zeitgenössischen Kunst.
Viele moderne Künstler greifen historische Ansätze auf und
entwickeln sie weiter, wodurch abstrakte Kunst weiterhin eine zentrale Rolle in
der aktuellen Kunstlandschaft spielt.
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