Salvador Dalí: "La Trasfigurazione", handsignierte Originalgrafik
1.390,00 €
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Archiv-Nr.: ART-21218.00
| Künstler: | Salvador Dalí |
| Technik/Ausführung: | handsigniert, Lithographie |
| Material: | Aquatinta, Vélin Arches Papier, Echtholzrahmen mit Museumsglas |
| Entstehungsjahr: | 1974 |
| Status (Unikat/Edition): | Originalgrafik, signiert & limitiert |
| Auflage: | 250 |
| Tiefe: | 2,5 |
| Haupt-Farben: | Blau, Orange |
| Format: | Einteilig |
| Breite in cm: | 63 |
| Höhe in cm: | 83 |
Salvador Dalí (1904–1989)
„Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Realität nennen, eine noch größere Illusion ist als die Welt der Träume.“
Als brillanter Techniker und unermüdlicher Bilderfinder verwandelte Dalí das Surreale in eine Bildsprache von ikonischer Strahlkraft: Seit den 1920er-Jahren durchdrang er Malerei, Grafik, Skulptur, Film und Design mit einer Ästhetik, die das Unlogische meisterlich organisierte. Seine traumwandlerisch präzisen Kompositionen – allen voran Die Beständigkeit der Erinnerung – überführten innere Zustände, psychische Räume und philosophische Konzepte in eine illusionistisch-realistischen Bildsprache von altmeisterlicher Klarheit.
Dalí inszenierte sich dabei ebenso konsequent wie sein Werk: exzentrisch, intellektuell, radikal. Zwischen halluzinatorischer Klarheit, katholischer Mystik und naturwissenschaftlicher Neugier entstand ein Œuvre, das rationaler Kontrolle entgleitet – und gerade darin seine Tiefe findet. Als Mitbegründer des Surrealismus, Erfinder der „paranoisch-kritischen Methode“ und unerschöpflicher Bildschöpfer hinterließ Dalí ein künstlerisches Erbe, das bis heute nachwirkt – zwischen visionärer Grenzüberschreitung und meisterhafter Formbeherrschung.
Lesen Sie hier die vollständige Vita des Jahrhundertkünstlers.
Qualität und Authentizität
Diese eindrucksvolle Originalgrafik des bedeutenden Künstlers entstand 1974 als Lithografie, einem Flachdruckverfahren der künstlerischen Druckgrafik. Gedruckt auf Vélin d’Arches, einem hochwertigen, baumwollhaltigen Künstlerpapier mit feiner Oberfläche und ausgeprägter Stabilität, das sich besonders für differenzierte Drucke eignet. Die abgestimmte Verbindung von Technik und Papier verleiht dem Blatt eine ausgewogene materielle Präsenz.
- Jahr: 1974
- Auflage: 250 Exemplare
- Nummerierung: 11/250
- Signatur: unten rechts mit Bleistift signiert
- Papier: Vélin d’Arches
- Maße: 65 × 48 cm
- Herausgeber: Edizioni Pregiate Roma
- Referenzen: Feldkatalog Nr. 74-5B; Michler & Lopsinger Nr. 1440; „24 Temi di Surrealismo“, Eldec Roma, S. 40–41
- Authentizität: Originallithografie mit Zertifikat sowie Verlagsstempel „Edizioni Pregiate Roma“
Das Blatt erschien im Kontext der Mappe „24 Temi di Surrealismo“, die in den 1970er-Jahren zentrale Themenbereiche im druckgrafischen Werk Dalís bündelt, und ist zugleich Teil der Serie „Les Vitraux“, in der Salvador Dalí religiöse und spirituell aufgeladene Bildthemen in der Form farbiger Lithografien zusammenführt. Das Motiv zeigt eine Darstellung der Verklärung Christi, die Dalí in eine formal reduzierte, zugleich bildprägnante Komposition überführt.
Innerhalb dieser Folge nehmen auch die beiden ebenfalls bei uns erhältlichen Grafiken „La Pietà Nera“ und „L’Arcangelo“ eine wichtige Stellung ein, wodurch sich „La Trasfigurazione“ in einen klar definierten Werkzusammenhang einordnet, der durch die Verbindung von sakraler Ikonografie und Dalís unverwechselbarer Bildsprache geprägt ist.
Für Sammler bietet sich die einzigartige Möglichkeit, dieses Blatt durch die beiden thematisch eng verwandten Arbeiten zu ergänzen, solange diese noch verfügbar sind!
Originalgrafiken von Salvador Dalí besitzen eine unverwechselbare Präsenz.
Als einer der prägendsten Künstler des 20. Jahrhunderts verstand Dalí die Grafik nicht als bloße Reproduktion, sondern als eigenständiges künstlerisches Medium. Seine Lithografien, Radierungen und Schnitte entstanden in enger Zusammenarbeit mit renommierten Druckern, in limitierten Auflagen und wurden persönlich vom Künstler autorisiert. Damit unterscheiden sie sich grundlegend von späteren Offsetdrucken oder dekorativen Nachdrucken ohne künstlerische Kontrolle.
Die handschriftliche Signatur, die Dalí wie viele große Künstler bevorzugt mit Bleistift setzte, ist ein zentrales Qualitätsmerkmal. Bleistift bleibt dauerhaft stabil, geht keine chemische Verbindung mit dem Papier ein und hebt sich klar vom Druckbild ab. Vor allem aber bestätigt sie die Echtheit des Blattes und die unmittelbare Zustimmung des Künstlers – jedes Exemplar erhält so seinen individuellen Charakter.
Wir bieten ausschließlich Originalgrafiken von Salvador Dalí in hervorragendem Zustand an. Sorgfältig geprüft, fachgerecht gelagert und mit Blick auf Papierqualität, Frische des Drucks und Signatur ausgewählt. Diese Werke verbinden surrealistische Bildkraft mit Substanz – ideal sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Sammler, die eine zugängliche und zugleich werthaltige Form des Kunstsammelns schätzen.
Ein Dalí-Original bedeutet, ein authentisches Stück Kunstgeschichte zu besitzen – visionär, ikonisch und dauerhaft faszinierend.
Lieferung inklusive hochwertiger Rahmung
Die abgebildete Rahmung mit Passepartout ist fester Bestandteil dieses Angebots und wurde bewusst so gewählt, dass sie die Wirkung der Originalgrafik stilvoll unterstützt. Standardmäßig liefern wir das Werk in einem schwarzen Rahmen mit weißem Passepartout – eine zeitlose und besonders ausgewogene Variante, die sich für viele Motive hervorragend eignet.
Alternativ haben Sie oberhalb des Warenkorb-Buttons die Möglichkeit, zwischen zwei weiteren Rahmungsvarianten zu wählen:
– weißer Rahmen mit schwarzem Passepartout
– silberner Rahmen mit weißem Passepartout
So lässt sich die Präsentation des Werkes bei Bedarf noch gezielter auf Ihren persönlichen Einrichtungsstil oder den gewünschten Raumeindruck abstimmen.
Bei dem Rahmen handelt es sich um einen bewusst zurückhaltend gestalteten Echtholzrahmen, der sich insbesondere für Originalgrafiken hervorragend eignet. Seine reduzierte Formensprache verleiht dem Werk eine klare Präsenz, ohne sich optisch in den Vordergrund zu schieben.Gefertigt wird der Rahmen aus massivem Kiefernholz, ergänzt durch eine sorgfältig ausgeführte, hochwertige Folierung. Diese sorgt nicht nur für eine elegante und zeitlose Erscheinung, sondern auch für eine dauerhaft wertige Oberfläche. Verarbeitet werden italienische Leisten, die für ihre präzise Profilierung und ihre ausgewogenen Proportionen geschätzt werden.
Die Herstellung erfolgt passgenau für diese Grafik in einer Dresdner Rahmenmanufaktur, in der handwerkliche Präzision und ein hoher Qualitätsanspruch im Mittelpunkt stehen. Da die Rahmung individuell für Ihr Exemplar angefertigt wird, beträgt die Lieferzeit – wie angegeben – ca. 7–14 Werktage.
Abgerundet wird die Ausstattung durch echtes Museumsglas mit UV-Schutz und Entspiegelung. Es schützt das Kunstwerk zuverlässig vor schädlichen Lichteinflüssen und ermöglicht zugleich eine besonders klare, ruhige Betrachtung – ganz im Sinne einer hochwertigen, musealen Präsentation Ihres Originals.
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| Tiefe: | 2,5 |
| Technik/Ausführung: | Lithographie, handsigniert |
| Material: | Aquatinta, Echtholzrahmen mit Museumsglas, Vélin Arches Papier |
| Entstehungsjahr: | 1974 |
| Haupt-Farben: | Blau, Orange |
| Format: | Einteilig |
"Salvador Dalí"
Salvador Dalí – Vision, Traum und die Präzision des Surrealen
Kaum ein Künstler des 20. Jahrhunderts hat das Bildgedächtnis der Moderne so nachhaltig geprägt wie Salvador Dalí. Seine Werke eröffnen Bildräume, in denen Traum, Symbol und Wirklichkeit ineinander übergehen und alltägliche Gegenstände plötzlich eine rätselhafte neue Bedeutung erhalten. Mit einer Bildsprache, die das Irrationale mit fast altmeisterlicher Genauigkeit darstellt, wurde Dalí zu einer der zentralen Figuren des Surrealismus und zu einem der bekanntesten Künstler der modernen Kunst.
Geboren am 11. Mai 1904 im katalanischen Figueres, zeigte Dalí bereits in jungen Jahren eine außergewöhnliche zeichnerische Begabung. Seine Ausbildung an der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid brachte ihn in Kontakt mit den avantgardistischen Strömungen der Zeit. Hier experimentierte er mit unterschiedlichen Stilrichtungen – vom Impressionismus über den Kubismus bis hin zur klassischen Malerei der alten Meister – und entwickelte jene technische Sicherheit, die später zu einem prägenden Merkmal seines Werks werden sollte.
Der Surrealismus und die Erforschung des Unbewussten
Ende der 1920er-Jahre zog Dalí nach Paris und schloss sich der surrealistischen Bewegung um André Breton an. Innerhalb weniger Jahre entwickelte er eine Bildsprache, die ihn zu einem der bekanntesten Vertreter dieser künstlerischen Strömung machte.
Im Zentrum seines Denkens stand die von ihm formulierte „paranoisch-kritische Methode“. Mit ihr versuchte Dalí, die irrationalen Mechanismen des Denkens sichtbar zu machen und Bilder zu schaffen, die zwischen Traumzustand und Realität oszillieren. Alltägliche Objekte erscheinen in seinen Gemälden häufig in unerwarteten Zusammenhängen, verwandeln sich in neue Formen oder lösen sich in symbolische Metamorphosen auf.
Gerade diese Spannung macht die besondere Wirkung seiner Bilder aus: Sie erscheinen zugleich vertraut und verstörend, präzise und irrational. Dalí gelingt es, die Logik des Traums mit einer malerischen Klarheit darzustellen, die seine Visionen überraschend glaubwürdig erscheinen lässt.
Ikonische Bilder der modernen Kunst
Zu den bekanntesten Werken Dalís gehört „The Persistence of Memory“ (1931) – jenes Gemälde mit den berühmten schmelzenden Uhren, das längst zu einer Ikone der modernen Kunst geworden ist. In einer stillen, nahezu menschenleeren Landschaft verlieren die Uhren ihre feste Form und verwandeln sich in weich fließende Objekte. Das Bild wird häufig als poetische Reflexion über Zeit, Erinnerung und die subjektive Wahrnehmung von Realität interpretiert.
Wenige Jahre später entstand mit „Soft Construction with Boiled Beans (Premonition of Civil War)“ (1936) eines der dramatischsten Werke seines Œuvres. Die grotesk verzerrte Figur, die sich selbst zu zerreißen scheint, wirkt wie eine visuelle Vorahnung des spanischen Bürgerkriegs. Dalí verdichtet hier politische Spannungen zu einer erschütternden, beinahe anatomischen Darstellung innerer Zerrissenheit.
In späteren Arbeiten wie „Dream Caused by the Flight of a Bee Around a Pomegranate a Second Before Awakening“ (1944) oder „Galatea of the Spheres“ (1952) erweitert sich Dalís Bildwelt zunehmend um wissenschaftliche und metaphysische Fragestellungen. Traumlogik, atomare Strukturen und religiöse Symbolik verbinden sich hier zu komplexen visuellen Systemen, in denen sich Naturwissenschaft, Spiritualität und Imagination gegenseitig durchdringen.
Der Künstler als universeller Gestalter
Dalís künstlerische Tätigkeit beschränkte sich nie auf die Malerei allein. Er verstand sich als universeller Künstler, der seine Ideen in unterschiedlichste Medien übertrug.
Neben Gemälden und Zeichnungen entstand ein umfangreiches grafisches Werk. In Radierungen, Lithografien und anderen Drucktechniken interpretierte Dalí literarische Stoffe, mythologische Erzählungen und religiöse Themen und entwickelte immer neue Varianten seiner surrealistischen Bildsprache.
Auch in der Skulptur fand Dalí Möglichkeiten, seine Motive in dreidimensionale Formen zu überführen. Figuren, Objekte und Symbole erscheinen hier als plastische Metamorphosen – vertraut und zugleich irritierend.
Darüber hinaus arbeitete Dalí mit Filmregisseuren, Fotografen und Designern zusammen. Besonders bekannt sind seine Kooperationen mit Luis Buñuel, mit dem er die surrealistischen Filmklassiker „Un Chien Andalou“ und „L’Âge d’or“ realisierte. Später arbeitete er auch mit Walt Disney und Alfred Hitchcock zusammen und übertrug seine visuelle Fantasie in bewegte Bilder.
Inszenierung und Mythos
Dalí war nicht nur ein herausragender Künstler, sondern auch ein Meister der Selbstinszenierung. Sein ikonischer Schnurrbart, sein exzentrisches Auftreten und seine bewusst provokanten Auftritte machten ihn zu einer der bekanntesten Künstlerfiguren des 20. Jahrhunderts.
Legendär ist etwa sein Auftritt bei einem Vortrag in London im Jahr 1936: Dalí erschien in einem schweren Taucheranzug und erklärte, er wolle damit „in die Tiefen des menschlichen Unterbewusstseins hinabtauchen“. Erst als ihm im Helm die Luft auszugehen drohte, musste der Vortrag unterbrochen werden. Solche spektakulären Gesten gehörten zu seiner bewusst gepflegten Künstlerpersona.
Dalí verstand früh, dass Kunst im 20. Jahrhundert nicht nur im Atelier entsteht, sondern auch im öffentlichen Raum und in den Medien. Interviews, Kooperationen mit Mode und Werbung sowie zahlreiche öffentliche Auftritte machten ihn zu einem der ersten Künstler, die das Zusammenspiel von Kunst, Öffentlichkeit und persönlichem Mythos strategisch nutzten.
Späte Jahre und bleibende Wirkung
In den späteren Jahrzehnten seines Lebens wandte sich Dalí verstärkt religiösen und wissenschaftlichen Themen zu. Seine Arbeiten verbinden nun christliche Ikonografie mit kosmologischen und physikalischen Vorstellungen.
1974 eröffnete in seiner Geburtsstadt Figueres das Dalí Theatre and Museum, das der Künstler selbst entwarf. Das Gebäude ist weniger ein klassisches Museum als vielmehr ein surrealistisches Gesamtkunstwerk – eine räumliche Manifestation seiner Vorstellungskraft.
Salvador Dalí starb am 23. Januar 1989 in Figueres. Sein Werk hinterließ ein Bilduniversum, das bis heute zu den einprägsamsten der modernen Kunst gehört.
Dalí in der Kunstgeschichte
Dalís Bedeutung reicht weit über den historischen Surrealismus hinaus. Seine Bildideen, Metamorphosen und Symbolwelten haben Generationen von Künstlern beeinflusst und prägen bis heute die visuelle Kultur.
Als technischer Virtuose verband er klassische Maltraditionen mit radikal neuen Bildkonzepten. Seine Kunst bewegt sich zwischen analytischer Präzision und poetischer Vision – zwischen rationaler Konstruktion und der Freiheit des Traums.
Dalís Bildwelt hat sich tief in das kollektive visuelle Gedächtnis des 20. Jahrhunderts eingeschrieben. Kaum ein anderer Künstler hat Traum, Symbol und Realität mit vergleichbarer Konsequenz und Imagination miteinander verschränkt.
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