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Daniel Richter: "Art of Cider, Edition No. 2", handsignierte Lithografie, Original, Nr. 297/400

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Daniel Richter

„Wenn Kunst ihr Versprechen einlöst, erweitert sie etwas in uns und bietet eine Form von Wahrheit – welche Konstruktion das auch immer sein mag.“

Daniel Richter zählt zu den prägenden Malern der Gegenwart, weil er Malerei als ein Medium der Verdichtung begreift – von Zeit, Erfahrung und gesellschaftlicher Spannung. Seit den 1990er-Jahren hat er die Malerei aus der Komfortzone ästhetischer Autonomie herausgeführt und ihr eine neue Dringlichkeit verliehen, ohne sie je auf eindeutige Aussagen oder politische Illustration zu reduzieren. Seine Bilder entstehen im Spannungsfeld von Abstraktion und Figuration, gespeist aus medialen Bildquellen, historischen Referenzen und gegenwärtigen Ausnahmezuständen.

Richters Malerei operiert mit intensiver Farbigkeit, bewusster Verzerrung und kontrollierter Unruhe. Figuren tauchen auf und lösen sich wieder auf, Räume kippen, Situationen bleiben ambivalent. Nicht das Ereignis selbst steht im Zentrum, sondern dessen atmosphärische Nachwirkung – das Gefühl kollektiver Unsicherheit, Bewegung oder Widerstand. Malerei wird bei Richter zu einem offenen Denkraum, in dem Bedeutung nicht festgeschrieben, sondern erfahrbar gemacht wird.

Als Künstler und Lehrer hat Richter die zeitgenössische Malerei nachhaltig beeinflusst. Seine Arbeiten sind international präsent und in bedeutenden Museumssammlungen verankert. Seine Bedeutung liegt nicht in ikonischen Einzelbildern, sondern in der Konsequenz, mit der er Malerei als reflexives, politisch aufgeladenes und zugleich autonomes Medium behauptet – offen, widersprüchlich und von anhaltender Relevanz.


Lesen Sie hier die vollständige Vita dieses bedeutenden Gegenwartskünstlers.

Qualität und Authentizität

Die Farblithografie „Art of Cider, Edition No. 2“ von Daniel Richter ist ein druckgrafisches Werk im klassischen Flachdruckverfahren. Für diese mehrfarbige Lithografie wurden drei Farbsteine verwendet, die das Druckbild schichtweise auf das hochwertige Velin-Papier (Büttenpapier) übertragen. Die spezifischen Eigenschaften des Papiers – gute Alterungsbeständigkeit und fein strukturierte Oberfläche – tragen wesentlich zu Bildwirkung und Farbbrillanz bei.

Jahr: 2009
Auflage: 400 Exemplare
Nummerierung: 84/400
Signatur: handsigniert unten rechts mit Bleistift
Papier: Velin 
Blattmaß: 35 × 50 cm 
Authentizität: Original-Farblithografie mit Zertifikat

In der Edition Art of Cider verbindet Richter seine grafische Handschrift mit einem ungewöhnlichen Editionsthema, das ursprünglich im Kontext einer Kunst-und-Genuss-Edition erschien und 2009 publiziert wurde. Die thematische Ausprägung der Lithografie bewegt sich im Bereich moderner figurativer Druckgrafik, wie sie für Richters Œuvre der 2000er-Jahre prägend ist

Originalgrafiken von Daniel Richter

Richter zählt zu den einflussreichsten Stimmen der zeitgenössischen Malerei, und auch in der Druckgrafik bleibt seine Bildsprache kompromisslos: vielschichtig, politisch aufgeladen und von großer formaler Präsenz. Seine Lithografien, Radierungen und Siebdrucke entstehen in limitierten Auflagen und werden bewusst als eigenständige Werke konzipiert – nicht als bloße Ableitungen der Malerei.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist die handschriftliche Signatur, die Daniel Richter in der Regel mit Bleistift setzt. Diese Praxis hat sich aus gutem Grund etabliert: Bleistift ist dauerhaft stabil, bewahrt die Integrität des Papiers und hebt sich klar vom gedruckten Motiv ab. Vor allem aber markiert die Signatur die persönliche Autorisierung des Künstlers und verleiht jedem Blatt seine unverwechselbare Individualität.

Wir führen ausschließlich Originalgrafiken von Daniel Richter in ausgezeichnetem Erhaltungszustand. Jedes Werk wird sorgfältig geprüft und mit Blick auf Papierqualität, Druckfrische und Signatur ausgewählt. Dadurch eignen sich diese Arbeiten sowohl für Einsteiger, die zeitgenössische Kunst authentisch entdecken möchten, als auch für erfahrene Sammler, die eine substanzielle und zugleich zugängliche Position innerhalb der Gegenwartskunst suchen.

Ein Original von Richter steht für Haltung, Zeitbezug und künstlerische Konsequenz – präsent, relevant und nachhaltig.

Lieferung mit hochwertiger Rahmung

Der abgebildete Rahmen nebst Passepartout ist fester Bestandteil des Angebots und wurde bewusst gewählt, um die Wirkung der Originalgrafik optimal zu unterstützen. Es handelt sich um einen minimalistischen Echtholzrahmen, der sich besonders für Grafiken und Fotografien eignet und deren Charakter unterstreicht, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Gefertigt wird der Rahmen aus massivem Kiefernholz, kombiniert mit einer sorgfältigen, hochwertigen Folierung. Diese verleiht dem Rahmen nicht nur eine edle, zeitlose Optik, sondern auch eine dauerhafte Wertigkeit. Verarbeitet werden italienische Leisten, bekannt für ihre präzise Profilierung und ausgewogene Proportionen. Die Fertigung erfolgt in einer Dresdner Rahmenmanufaktur, in der handwerkliche Erfahrung und Qualitätsbewusstsein im Mittelpunkt stehen.

Abgerundet wird die Ausstattung durch echtes Museumglas mit UV-Schutz und Entspiegelung. Es schützt das Kunstwerk zuverlässig vor schädlichen Lichteinflüssen und ermöglicht zugleich eine klare, ruhige Betrachtung – ganz im Sinne einer musealen Präsentation für Ihr Original.

Alle Werke von Daniel Richter
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Das sagen Kunden über Kunstwerke unserer Galerie (Quelle: Trustedshops.de)

P. Wicky, 13.11.2023
In der Zwischenzeit konnte ich die Werke in meiner Wohnung platzieren und darf mich täglich daran erfreuen. Die Werke passen wunderbar zur Wohnungseinrichtung und kommen super zur Geltung. Vielen Dank nochmals für Ihre Beratung, Geduld und einwandfreie Auftragsabwicklung (inkl. Verpackung)!
U.M. Schneider, 18.01.2023
Guten Tag Herr Gorenflo, Ich hoffe, Sie hatten eine gute Fahrt und wir danken Ihnen fuer die persoenliche Betreuung der Anlieferung. Wollte Ihnen nur rasch sagen, dass uns Ihr Werk ausgesprochen gut gefaellt. Die Liebe zum Naturmaterial Holz kommt deutlich hervor - Sie bringen es zum Leben!
P. S., 17.01.2023
Das Bild ist einwandfrei und gut verpackt angekommen. Sehr nette und kompetente telefonische Beratung bezüglich des Bilderrahmens. Uneingeschränkt empfehlenswert!

Kompetenz & Vertrauen:
Kunstgalerie seit 2005

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Seit 2005 sind unsere Galerie und ihre Mitarbeiter mit Leidenschaft und Expertise für zeitgenössische Kunst in Dresden sowie im Internet präsent. Sie wünschen Beratung zu den Werken, haben Fragen zum Versand, zur Besichtigung oder ähnlichen Themen? Telefonisch, via E-Mail, via Chat und auch sehr gerne persönliche in der Galerie - wir sind für Sie da und freuen uns auf Sie! Weitere Infos zur Galerie finden Sie hier.

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Auflage: 400
Reine Bildmaße: 26 x 40 cm
Status (Unikat/Edition): Originalgrafik, signiert & limitiert
Tiefe: ca. 2,5 cm
Technik/Ausführung: Lithographie, handsigniert
Material: Echtholzrahmen mit Museumsglas, Vélin Arches Papier
Entstehungsjahr: 2009
Haupt-Farben: Rot, Türkis
Format: Einteilig

"Daniel Richter"

Daniel Richter – Malerei als Verdichtung von Zeit, Erfahrung und Widerstand

Daniel Richter (*1962 in Eutin) gehört zu jenen Künstlern, deren Werk sich nicht aus akademischer Geradlinigkeit, sondern aus biografischer Reibung speist. Seine Malerei ist geprägt von Brüchen, Umwegen und bewussten Positionswechseln – und gerade darin liegt ihre besondere zeitgenössische Kraft. Seit den 1990er-Jahren hat Richter die Möglichkeiten der Malerei neu vermessen und ihr eine politische wie emotionale Dringlichkeit zurückgegeben, ohne sie je in den Dienst eindeutiger Botschaften zu stellen.

Prägungen jenseits des Ateliers

Bevor Daniel Richter Maler wurde, war er Teil einer Szene, die mit dem etablierten Kunstbetrieb wenig zu tun hatte. In den 1980er-Jahren lebte er in Hamburg im Umfeld der Punk- und Hausbesetzerbewegung, entwarf Plattencover für Bands und Labels und bewegte sich in einem Milieu, in dem Haltung wichtiger war als Karriere. Richter arbeitete in dieser Zeit unter anderem an Siebdrucken und Konzertgrafiken, die im Umfeld der Hamburger Musikszene zirkulierten – die Erfahrung, Bilder schnell, direkt und unter realen Bedingungen wirksam zu machen, sollte seine spätere Malerei nachhaltig prägen.

Erst 1991, also vergleichsweise spät, entschied er sich für ein Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Werner Büttner. Dort traf er auf eine Malereigeneration, die Ironie, Provokation und intellektuelle Schärfe kultivierte. Entscheidender noch war seine Tätigkeit als Assistent von Albert Oehlen. Richter berichtete später, dass er in dieser Zeit weniger „Stil“ lernte als ein Verständnis dafür, Malerei als offenes System zu begreifen – als etwas, das scheitern darf, sich widerspricht und gerade daraus seine Energie bezieht.

Von der Abstraktion zur aufgeladenen Figuration

Die frühen Arbeiten der 1990er-Jahre sind überwiegend abstrakt und von eruptiver Farbigkeit geprägt. Leuchtende Pigmente, scharf geschnittene Formen und rhythmische Bildstrukturen erzeugen eine visuelle Unruhe, die weniger erzählt als körperlich wirkt. Diese Bilder entstehen in einer Zeit, in der Richter bewusst gegen jede Form illustrativer Lesbarkeit arbeitet – Malerei als Ereignis, nicht als Abbild.

Um die Jahrtausendwende vollzieht sich ein Einschnitt, der sein Werk bis heute definiert. Figuren treten ins Bild: Menschenmengen, Demonstranten, Soldaten, Flüchtende. Ausgangspunkt sind häufig Fotografien aus Zeitungen oder dem Fernsehen – Bilder politischer Ausnahmezustände, von Protest, Gewalt oder kollektiver Bewegung. Richter überträgt diese Vorlagen jedoch nicht dokumentarisch. Er verzerrt Perspektiven, verschiebt Farben ins Unnatürliche, löst Körper in malerische Zonen auf. Eine Demonstration kann bei ihm in grelles Pink oder giftiges Grün getaucht sein, ein nächtlicher Wald zur Bühne eines kaum greifbaren Geschehens werden. So entstehen Bilder, die vertraut wirken und sich zugleich jeder eindeutigen Deutung entziehen.

Arbeitsweise und künstlerische Haltung

Richters Malerei lebt von der Spannung zwischen Kontrolle und Kontrollverlust. Der Bildaufbau ist präzise geplant, zugleich bleiben Zufall, Übermalung und Brüche sichtbar. Politische Themen sind präsent, aber nie illustrativ. Richter selbst hat mehrfach betont, dass er keine Stellungnahmen malt, sondern Zustände. Seine Bilder funktionieren wie Verdichtungen kollektiver Erfahrung – sie zeigen nicht was passiert, sondern wie es sich anfühlt, in einer von Unsicherheit, Machtverschiebungen und medialer Überreizung geprägten Gegenwart zu leben.

Der Kunstschaffende betont in Interviews immer wieder, dass Malerei für ihn nicht in traditioneller Lesbarkeit oder Illustration bestehen sollte, sondern in einem offenen, suchenden Prozess zwischen Figuration und Abstraktion, in dem einfache Zuordnungen bewusst vermieden werden.
Seine Bilder operieren entsprechend häufig mit historischen und politischen Bildquellen, deren Bedeutungsräume sich nicht unmittelbar erschließen.

Dabei greift seine Malerei auf ein kollektives Bildgedächtnis zurück und öffnet sich so für Betrachter mit historischem oder gesellschaftlichem Vorwissen in zusätzlichen Ebenen, ohne jemals auf eine eindeutige Lesart festgelegt zu sein. Arbeiten wie Tarifa, September oder Lonely Old Slogan verdeutlichen exemplarisch, wie reale Ereignisse und mediale Bildvorlagen in malerische Situationen übersetzt werden, die weniger erklären als atmosphärisch verdichten.

Lehre, Einfluss und internationale Rezeption

Neben seiner eigenen künstlerischen Praxis hat Daniel Richter die zeitgenössische Malerei auch institutionell geprägt. Nach einer Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Jahr 2003 folgte eine Professur für Malerei an der Universität der Künste Berlin (2004–2006). Seit 2006 lehrt er an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er bis heute als Professor für Bildende Kunst tätig ist. Seine Lehrtätigkeit gilt als ebenso prägend wie fordernd: Nicht stilistische Kohärenz steht im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten und Malerei als offenes Denkmodell zu begreifen.

Parallel dazu ist sein Werk international präsent. Einzel- und Gruppenausstellungen führten ihn in Institutionen wie die Kunsthalle Tübingen, zu Regen Projects in Los Angeles oder in den asiatischen Raum, unter anderem nach Hangzhou. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, darunter das Museum of Modern Art in New York, das Centre Pompidou in Paris, die Hamburger Kunsthalle oder das Städel Museum in Frankfurt. Diese institutionelle Verankerung unterstreicht die nachhaltige Relevanz seines Werks über nationale Kontexte hinaus.

Die öffentliche Anerkennung spiegelt sich auch in zahlreichen Auszeichnungen wider: Bereits 1998 erhielt er den Otto-Dix-Preis, 2002 folgten sowohl der Förderpreis für Junge Kunst Schleswig-Holstein als auch der Preis der Nationalgalerie in Berlin. Spätere Ehrungen wie der Kunstpreis Finkenwerder (2009) und der Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft (2025) markieren eine kontinuierliche Wertschätzung seines Œuvres über mehrere Jahrzehnte hinweg.

In der Rezeption gilt Daniel Richter als eine Schlüsselfigur jener Malerei, die Figuration und Abstraktion nicht versöhnt, sondern bewusst in Spannung hält. Seine Bilder haben die Bildsprache der Gegenwart nachhaltig beeinflusst und werden sowohl kunsthistorisch als auch marktwirtschaftlich stark rezipiert. Hohe Auktionsresultate bestätigen seine Position im internationalen Kunstbetrieb, ohne die kritische Unabhängigkeit seiner Arbeit zu relativieren. Richters Bedeutung liegt weniger in ikonischen Einzelbildern als in der Konsequenz, mit der er Malerei als reflexives, politisch aufgeladenes und zugleich autonomes Medium behauptet.

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